Seit Jahren versuchen wir das perfekte Steak zuzubereiten, aber jetzt sind wir ein erhebliches Stück näher an die Perfektion gekommen. Mit Hilfe unseres neuen Grills dem „Beefer“ werden die Steaks genauso gut wie im besten Steakhouse von New York.
Natürlich streiten sich die Geister ob man so ein spezielles Grillgerät wie den Beefer wirklich braucht. Der Preis von knappen 700 € dürfte natürlich auch so manchen abschrecken.

Hier in diesem ersten Beefer Test möchte ich folgende Fragen etwas näher erläutern.

  1. Was bekommt man für sein Geld?
  2. Lohnt sich die Anschaffung finanziell überhaupt?
  3. Wie ist der Geschmack?
  4. Was sind die Vorteile gegenüber der herkömmlichen Zubereitung in der Pfanne, oder dem Grill?
  5. Was sind die Nachteile des Beefers?

Was bekommt man für sein Geld?

Nach dem Auspacken ist der Beefer  nach wenigen Sekunden voll einsatzbereit. Weiterhin gehört zum Lieferumfang:

  • Gasschlauch mit Druckminderer
  • Beefer Grillrost
  • Beefer Grillrostgriff
  • Gastronormsschale
  • Grillhandschuh
  • 10 Streichhölzer

Der Beefer ist sehr ordentlich verarbeitet und aus hochwertigen Materialien (hauptsächlich Edelstahl) hergestellt. Kleiner Kritikpunkt, die Kanten sind teilweise etwas scharfkantig.

Ist der Beefer sein Geld wert?

Diese Frage lässt sich so einfach nicht beantworten. Durch die vorgegebene Bauform und die Breite von 16 Zentimeter ist der Beefer nur eingeschränkt nutzbar. Für Steakliebhaber die auf die perfekte Kruste verzichten können, lohnt sich die Anschaffung nicht. Ich möchte nach den ersten Beef-Versuchen definitiv nicht mehr darauf verzichten. Jeder der sich mit dem Beefer Thema beschäftigt hat sollte auch wissen, dass man ein Steak nicht nur im Beefer zubereiten kann. Der Beefer bringt nur die perfekte Kruste und der Kugelgrill, Gasgrill oder Backofen bringt dann die gewünschte Kerntemperatur. Der relativ hohe Preis des Beefers armortisiert sich ziemlich schnell. Denn nach 10 Besuchen in einem vernünftigen Steakrestaurant zahlt man auch ca. 600 – 700 €. Dieser Vergleich ist dabei nur mit einer Person gerechnet.

Beefer – und sein Geschmack

Um es gleich vorweg zu nehmen – perfekt – großartig – genial. Solch ein Steak mit solch einer Kruste habe ich bisher nur in Las Vegas im GALLAGHER’S STEAKHOUSE gegessen. Ich hatte bisher immer versucht mit einer Eisenpfanne oder mit meinem Kugelgrill solch eine Kruste hinzubekommen, aber es ist mir leider nicht so perfekt gelungen. Denn bei beiden Methoden wird nur max. 300 °C am Steak erreicht. Der Beefer schafft bis 800 °C. Dadurch erreicht man eine gleichmäßige und perfekte Kruste, wie man auf den Bildern gut erkennen kann. Diese Röstaromen sind einfach nur der Hammer und diese schmeckt man natürlich auch.

Beefer – Vorteile

Ein weiterer Vorteil gegenüber der Zubereitung eines Steaks in der Pfanne oder auf dem Grill ist die Zeitersparnis (die kurze Aufheizphase von max. 5 Minuten ist Klasse) und natürlich die gleichmäßige Bräunung des Steaks. Als ich das erste Mal den Beefer in Betrieb nahm, dachte ich sofort an einen Vulkanausbruch. Warum kann ich nicht sagen, denn ich habe noch keinen erlebt, aber die Hitze die sich aus den Brennern über das Fleisch ausbreitete erinnerte mich sofort daran.
Ein weiterer großer Vorteil ist, das das Fleisch unter der Wärmequelle ist und nicht darüber. So kann das Fett ungehindert nach unten in die Fettauffangschale tropfen und nicht wie im Grill auf die Kohle oder die Brenner tropfen. In dessen Folge dann die krebserregenden Benzpyrene entstehen können. Ein weiterer Vorteil ist die stufenlose Höheneinstellung. Mit dem kleinen Rädchen an der rechten Seite des Beefers kann man die Höhe, Millimeter genau für jede Steak Stärke einstellen.

Beefer – Nachteile

Doch auch wie bei vielen anderen Geräten, hat auch der Beefer ein paar Nachteile. Durch seine feste Bauform und die Breite des Beefraums sind Steaks nur von max. 16 cm breite möglich. Weiterhin benötigt man zum Erreichen der gewünschten Kerntemperatur immer noch den Backofen oder einen anderen Grill mit indirekter Zone. Die Reinigung zwischen den Außenwänden, wo Fett sich ablagert, ist schwer möglich. Der Grillrost ist schnell schwarz und man bekommt ihn auch nicht mehr richtig sauber.

Fazit:

Ich möchte den Beefer nicht mehr missen. Für Steakliebhaber ein absolutes Muss, denn:

  • Steaks sind heutzutage nicht nur noch ein Nahrungsmittel
  • Steak grillen oder beefen ist ein leckeres Hobby
  • Steaks sind Leidenschaft
  • Steak richtig zu grillen ist Lifestyle und regt zur Kommunikation an

Die Zubereitung des Rumpsteaks, siehe Bilder, sprechen für sich. Perfekte Kruste und der perfekte Garpunkt. Diesen erreicht man nach dem Garziehen, im Kugelgrill bei 140 °C, auf die Kerntemperatur von 54 °C. Zur Bestimmung des Garpunktes verwende ich ein Barbecue Thermometer, hier weitere Infos darüber.
Der Lachs wurde auf jeder Seite 1,5 Minuten gebeeft und anschließend ganz unten auf der Auffangschale noch 5 Minuten fertiggegart. Auch dieses Ergebnis hat mich überzeugt, innen schön saftig und oben eine leichte Kruste, einfach lecker.

Weitere leckere und köstliche Rezepte aus dem Beefer demnächst.